22.03.2010

Ein fast perfekter Tag

Ein Erlebnisbericht aus einem nicht geführten Leben.

(Für alle über 1,90 m und unter 1,89 m.)

weiterlesen

Die Weiße Stimme des Blues / 21:56 / Reportagen vom Ende der Welt / Link / 1 Zwischenruf / Trackback

22.01.2010

Hanselstadt Hamburg

Hamburg-Altona ist ja so pittoresk: Neben Alteingessenen und Migranten tummeln sich hier Studenten, Prominente und Künstler. Multi-Kulti vom Feinsten sozusagen.

Architektonisch hat der Stadtteil allerdings ein paar Altlasten zu tragen. Offenbar wurde die Stadtteilentwicklung in den 60er und 70er Jahren von Betrunkenen betrieben, anders sind die unermesslich hässlichen Bausünden mir nicht erklärbar. Dazu gehört neben anderen Merkwürdigkeiten wie dem Bahnhof die ehemalige Karstadt-Filiale, die jetzt abgerissen werden soll, um einer IKEA-Filiale Platz zu machen.

Gegen den schlimmen, menschenverachtenden Kommerz wehrt sich heldenhaft das kunterbunte, total kreative Kollektiv, das sich in den Räumlichkeiten momentan diversen Betätigungsfeldern widmet. Dem Web-Auftritt nach muß es sich dabei um eine Gruppe weltberühmter Künstler, Designer und »Stadtplaner« handeln, von denen ich zwar noch nie etwas gehört habe, aber ich bin ja nicht die Welt.

weiterlesen

Die Weiße Stimme des Blues / 22:03 / Link / 1 Zwischenruf / Trackback

21.01.2010

Entrückt und glücklich

Ein Tag bei zweiundvierzig Grad im Schatten lärmte durchs kastilische Hochland, ließ Blätter ohne Kühle rauschen und bestrafte jede Hektik mit Strömen von Schweiß. Wasserleitungen waren das Netz des Lebens, bleischwer und artig, die Luft kaum spürbar, aber schmutzig vom Stadtleben, nur in dunklen Ecken kam sie matt zur Ruhe. Und als es dunkel wurde, blieb es heiß.

weiterlesen

Die Weiße Stimme des Blues / 22:31 / Link / Zwischenruf / Trackback

Unvermögen reloaded

»Laß' dein Haar in Ruhe!«
»Dann gib' mir eine Zigarette ...«
A. rupft sich immer wieder ein paar dünne Strähnen aus, während ihr Blick in der Leere herumsucht. Profis nennen das »Trichotillomanie«, den Zwang, sich die Haare auszureißen. Ich nenne das – um Souveränität vorzutäuschen – nervig, weil ich das Produkt dieser Macke entsorgen darf. An die Substanz geht es nicht, aber ein Rest von Verantwortungsgefühl und eine riesige Portion Hilflosigkeit diktieren mir, mehr oder weniger energisch einzuschreiten.

weiterlesen

Die Weiße Stimme des Blues / 22:25 / Link / Zwischenruf / Trackback

17.04.2009

Speed

Ein Dodge Barracuda ist tatsächlich ungefähr so, wie der Name im Geist vorbeisaust. Alles an und in ihm versöhnt sich mit gutgelaunter Aggression und zorniger Jugend, ein Fahrzeug, das lautere, männliche Moral ausstrahlt und die Lust an Kraftproben dem Zugriff jeglicher pädagogischer Anstrengung entzieht. Ätsch. Ein Auto, das authentischer röhrt als jeder Hirsch und unbequemer ist als ein durchschnittlicher Aufenthalt auf der Intensivstation. Man mag besorgt sein, daß es jemals entwickelt wurde. Man kann sich auch über Bio-Tee freuen. Frauen halten nichts vom Barracuda, es sei denn, der richtige Kerl sitzt am Steuer. Es ist eben nicht einfach.

weiterlesen

Die Weiße Stimme des Blues / 01:27 / Reportagen vom Ende der Welt / Link / Zwischenruf / Trackback

08.04.2009

Altes und junges Gemüse oder: Nordkorea ist überall

Es gehört dazu, sich im Verbrauchermarkt sehr klein zu fühlen. Trotzdem ist der Kunde angeblich König, davon zeugen nicht nur Sonder- und Zweitplatzierungen, auch die Parkhäuser verströmen das Flair betonierter Großzügigkeit, mit der man eigentlich gar nichts anfangen kann. Wer sich genau umsieht, wird das Fehlen von Schatten bemerken, da alles gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Manchmal hat man Glück und der Boden glänzt noch von der letzten Reinigung, aber meistens lungert die Routine von Schnelldrehern und Handelsmarken zwischen den Regalreihen herum. Heitere Ausnahmen sind auch am Boden zerschmetterte Marmeladengläser, die beim Vorübergehen schnelle Geschichten von genervten Müttern und ihren Kleinkindern erzählen, oder Greisen, die nicht mehr richtig greifen können, oder sich streitenden Paaren, die die Welt der Waren um sich herum für den Augenblick des Zorns kurz vergessen haben. Davon abgesehen kann man sich hier sicher fühlen. Oder eben fast.

weiterlesen

Die Weiße Stimme des Blues / 23:26 / Reportagen vom Ende der Welt / Link / 1 Zwischenruf / Trackback

22.03.2009

Urlaub in Absurdistan.

Zweimeter / 19:06 / Link / Zwischenruf / Trackback

Eat Yourself

Die entitätslose Allmacht sieht vor: Dinge entrücken.

weiterlesen

Die Weiße Stimme des Blues / 00:49 / Geraderücken / Link / Zwischenruf / Trackback

12.01.2009

Die Macht

von Körperflüssigkeiten.

Eckstein / 12:49 / Geraderücken / Link / 1 Zwischenruf / Trackback

09.01.2009

Meet Mister B.

»Also, wir sind damals häufiger nach Singapur gekommen, mein Kapitän hat immer gesagt, aus dir wird nichts, aber ich hab' ja sooolche Schultern, weißte, dann war immer Ruhe ...«
Das ist B., dessen Landgang mittlerweile endgültig und dessen Latzhose funkelnagelneu ist, mit glänzenden Knöpfen und nicht ganz so blau wie ihr Träger. Sein mächtiger, charaktervoller Bauch dürfte B. unsinkbar machen, den Barhocker, der unter ihm still leidet und dennoch erträgt, jedoch kaum erfreuen.

weiterlesen

Die Weiße Stimme des Blues / 06:27 / Reportagen vom Ende der Welt / Link / Zwischenruf / Trackback

[←blättern]